EM 2026: 25:8 gegen Serbien – mit drei Siegen durch die Gruppenphase!

Drittes Gruppenspiel, dritter Sieg. Mit einem deutlichen 25:8 gegen Serbien schließen wir die Gruppenphase der Europameisterschaft ungeschlagen ab und ziehen als Gruppensieger in die Zwischenrunde ein.

Der Tag startete zunächst mit einem Geburtstagsständchen für Louis Baetzen. Unsere Nummer 22 feierte passend zu seiner Rückennummer seinen 22. Geburtstag und wurde beim Frühstück natürlich entsprechend beglückwünscht. Anschließend ging es wieder in die Halle für eine kurze Trainingseinheit, bevor der Fokus auf unser letztes Gruppenspiel gegen Serbien gerichtet wurde.

Auch solche Spiele muss man ernst nehmen

Das Trainerteam hatte sich die bisherigen Spiele der Serben angeschaut und die wichtigsten Erkenntnisse in einer kleinen Videoanalyse für die Mannschaft zusammengefasst. Dabei war klar, dass uns ein Gegner erwartet, der sportlich nicht auf unserem Niveau ist. Ähnlich wie gegen die Slowakei wollten wir von Beginn an dominant auftreten, wenig Raum lassen und möglichst keine Chancen zulassen.

Doch gerade solche Spiele sind manchmal schwieriger, als man zunächst denkt. Der Gruppensieg war bereits gesichert und das Ergebnis gegen Serbien hatte keinen Einfluss mehr auf unsere Ausgangslage für die Zwischenrunde. Warum also noch einmal alles investieren? Genau diese Frage stellte sich nicht. Denn es geht bei einem Turnier nicht nur darum, einzelne Spiele zu gewinnen. Es geht auch darum, einen Rhythmus aufzubauen, gute Abläufe zu festigen und das Selbstvertrauen aus gelungenen Aktionen in die nächsten Spiele mitzunehmen. Gerade gegen einen vermeintlich deutlich schwächeren Gegner besteht die Gefahr, dass man unkonzentriert wird, Dinge ausprobiert, die man in einem engen Spiel niemals machen würde, oder einfach nicht mehr mit der notwendigen Konsequenz spielt. Dabei sind es genau diese Bewegungsabläufe, klaren Angriffe und guten Entscheidungen, die auch in den wichtigen Spielen funktionieren müssen.

Das wurde in der Videobesprechung noch einmal deutlich angesprochen. Die Mannschaft wollte dieses Spiel nicht einfach nur gewinnen, sondern möglichst guten Korfball zeigen und die Energie aus den ersten beiden Spielen mitnehmen.

 

Von Beginn an dominant

Und genau so starteten wir auch in das Spiel. Wir spielten schnellen, kontrollierten Korfball, bewegten uns gut, ließen den Ball laufen und erspielten uns immer wieder klare Chancen.Nach sieben Minuten stand es bereits 6:1, nach zehn Minuten 8:2.

Schon früh war zu erkennen, dass Serbien mit unserem Tempo und unserer Verteidigung große Probleme hatte. Teilweise wirkten die serbischen Spielerinnen und Spieler bereits nach wenigen Minuten resigniert und bewegten sich nur noch wenig über das Spielfeld.

Und auch hier liegt eine Gefahr.

Wenn man nach fünf Minuten schon das Spiel entschieden ist, kann es schnell passieren, dass man selbst einen Gang zurückschaltet. Doch wir blieben weiterhin auf dem Gaspedal! Einzig die Trefferquote hätte zwischenzeitlich noch etwas höher ausfallen können. Besonders überzeugend war erneut unsere Verteidigung. Serbien fand nie ins Spiel, um überhaupt in vernünftige Wurfpositionen zu kommen. Gleichzeitig ließen sich unsere Spielerinnen und Spieler auch von unsportlichen Aktionen und dem Verhalten einzelner serbischer Spieler nicht aus der Ruhe bringen.

Mit einer deutlichen 14:4-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Konsequent bis zum Schluss

Auch nach der Halbzeit änderte sich am grundsätzlichen Spielverlauf wenig.

Zwar wurde die Partie zwischenzeitlich etwas korbärmer und wir brauchten länger für den nächsten eigenen Treffer. Unsere Verteidigung ließ aber weiterhin kaum etwas zu.

Mit einem 17:6 ging es in den letzten Spielabschnitt.

Dort legte unsere Mannschaft noch einmal richtig nach. Innerhalb weniger Minuten erhöhten wir auf 21:7 und ließen auch anschließend nicht nach. Es war schön zu sehen, dass die Mannschaft unser Spiel bis zum Abpfiff durchspielte.
Am Ende stand ein souveräner 25:8-Sieg auf dem Scoreboard.

Angriff: Thomas Freund (1), Hannah Flessner (5), Simon Wolters (3), Johanna Treffts (2)

Verteidigung: Lea Witthaus (C) – (2), Xander Dries, Louis Baetzen (6), Hannah Heilmann (2)

Eingewechselt: Jan Robert Heming (1), Anna Orth (3)

 

Drei Spiele, drei Siege

Damit schließen wir die Gruppenphase mit drei deutlichen Siegen ab:

  • Deutschland – Slowakei 30:8
  • Deutschland – Türkei 22:15
  • Deutschland – Serbien 25:8

Das macht insgesamt 77 eigene Körbe bei nur 31 Gegentreffern.

Doch viel wichtiger als die Ergebnisse ist, dass wir bereits drei sehr unterschiedliche Spiele erlebt haben.

Gegen die Slowakei konnten wir von Beginn an unseren Korfball auf das Feld bringen und eine sehr dominante erste Halbzeit spielen.

Gegen die Türkei mussten wir uns gegen einen unangenehmen Gegner durchsetzen und damit umgehen, wenn wir nicht sofort in unser Spiel finden.

Und gegen Serbien ging es darum, trotz des bereits feststehenden Gruppensieges die richtige Einstellung zu zeigen und das eigene Spiel konsequent durchzuziehen.

Das ist uns gelungen.

Jetzt wartet die Zwischenrunde

Mit dem Gruppensieg haben wir unser erstes Ziel bei dieser Europameisterschaft erreicht. Doch jetzt stehen die Spiele an, auf die wir uns in den vergangenen Monaten vorbereitet haben.

In der Zwischenrunde treffen wir auf die beiden besten Mannschaften der Gruppe B. Dabei nehmen wir drei Punkte aus unserem Sieg gegen die Türkei mit in die neue Gruppe.

Unsere nächsten Gegner sind:

Dienstag, 20. Oktober, 19:15 Uhr – Deutschland gegen Portugal

Mittwoch, 21. Oktober, 16:00 Uhr – Deutschland gegen Belgien

Beide Mannschaften werden uns noch einmal vor völlig andere Herausforderungen stellen als die Gegner der bisherigen Gruppenphase.

Und jetzt geht es darum, in diesen beiden Spielen zu zeigen, dass wir nicht nur die Gruppenphase erfolgreich absolvieren wollten, sondern auch den Anspruch haben, bei dieser Europameisterschaft um die Plätze 1 bis 4 zu spielen.

 

 

Deutscher Turner-Bund e.V. | Sportart Korfball