22 December 2018

Der Baum glänzt in Silber | das TK sagt danke

(JS) Das ist wahrlich neu: Mein Baum war immer glänzend, schön erleuchtet, meist sehr hell. Aber in diesem Jahr glänzt der besonders „silbern“. Ihr wisst schon warum.
Weihnachten steht vor der Tür. Endlich kehrt Ruhe ein. Unser Sportjahr ist allerdings noch nicht zu Ende. Wie immer sind wir noch in Rotterdam unterwegs. In diesem Jahr nehmen unsere U19 und U21 „zwischen den Tagen“ noch an der Rotterdam Challenge in den Niederlanden teil. Aber trotzdem ist von der sonstigen Betriebsamkeit des Jahres nichts mehr zu spüren. Das ist auch gut so. In den Gruppen werden nur noch Weihnachtsgrüße verschickt. Wenige machen noch Abrechnungen (!!). Man dankt einander, wünscht besinnliche Weihnachten und freut sich auf ein neues, spannendes und sportlich erfolgreiches 2019. Eine gute Gelegenheit noch einmal kurz zurückzublicken und auch „Danke“ zu sagen…
Im letzten Jahr schrieb ich hier:
Sportlich gesehen haben wir ein sehr erfolgreiches 2017 hinter uns.
Es ist zu bilanzieren: 2018 war besser. Wir haben zum ersten Mal in der deutschen Korfball-Geschichte unsere 5 Teams in große IKF-Turniere geschickt. Von der U15 über die U17 und U19 bis hin zur U21 und zur A-Nationalmannschaft waren alle im Einsatz. Das war eine große organisatorische und finanzielle Herausforderung. Und ich finde: wir alle zusammen haben das prima gemacht. Und wenn sich dann auch noch die sportlichen Erfolge einstellen, kann man zum Ende des Jahres noch zufriedener sein.

U15

Unsere U15-Mannschaft nahm in 2018 zum ersten Mal am U15-EuropaCup teil. Zur Erinnerung: 2016 gab es das Auftaktturnier in Budapest ohne deutsche Beteiligung, 2017 fiel das Turnier in Lissabon wegen Missmanagement aus (!), aber in diesem Jahr lud der KNKV mit dem ausrichtenden KV Drachten nach Friesland/Niederlande ein. Das U15-Turnier steht unter einem besonderen „Stern“, bei dem Freundschaft finden und pflegen, Partnerschaften, Spiele in Mixed-Teams und Sightseeing an erster Stelle stehen und das eigentliche Turnier nicht einen so hohen Stellenwert genießt, wie wir das beiläufig für eine „Europameisterschaft“ gewöhnt sind. Eine Woche vor Turnierstart war KEIN Spielprogramm verfügbar und wir fragten uns: „Haben die noch keinen Zeitplan oder ist das „gewollt“?“ Teilnehmende Nationen: CAT, GER, ENG, HUN, POR und RTC Rotterdam und KV Drachten. Die U15 spielt Monokorfball und alle Teilnehmer übernachten in Zelten. Wir entsandten 2 Teams, die nach einer großartigen Vorbereitungssaison in Drachten an den Start gingen. Den U15-Trainern Anna Schulte und Dominik Liepold zusammen mit den Betreuern Kasimir Dederichs und Elias Anand gebührt großer Respekt und Dank für diese Leistung.

U17

Nach dem 5. Platz der U 17 in Schijndel in 2017 konnte unser Team in 2018 noch „eine Schippe drauflegen“! 2018 wurde der „WorldCup“ von Schijndel nach Eindhoven verlegt. Vom 23.-24. Juni konnte unser Team die Vorrunde mit Siegen gegen Portugal (12:5), Tschechien (10:8) und Neuseeland (10:4) gestalten. Dem gegenüber stand nur eine Niederlage gegen die Niederlande, der sich eine zweite im Halbfinale gegen Belgien anschloss. Wir spielten um Bronze und hatten schon da ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erreicht. Die RuhrNachrichten vom 26.6. titelte nach dem Turnier mit „Englisches Team hatte mehr Wurfglück“. Wir unterlagen im Spiel um Bronze England mit 14:10 und wurden (hervorragender) Vierter des U17-WC. Glückwunsch und Danke an unser Team Thorben Hussmann, Matthias Freund (Trainer), Ina Heinzel (Presse) und Johanna Radimeczky (Physio)

U19

Auch die U19 machte eine Schritt nach vorne. Eigentlich sogar mehrere. Nach dem 9. Platz in 2017 schloss unser Team, wieder in Leewarden, in diesem Jahr auf dem 5. Platz ab. Das U19-Turnier war ja bereits zu einer „Europameisterschaft“ aufgestiegen und bekam mit Lea Witthaus als neuer Teammanagerin eine tolle Verstärkung. Den Trainer Patrick Fernow und Karen Fuchs zusammen mit Physio Sandra Mallner und TM Lea Witthaus gebührt, wie in jedem Jahr, besonderer Dank

U21

Die U21 war im Jahresprogramm 2018 zum Ende 2017 nicht für ein Turnier vorgesehen, weil eben nicht qualifiziert. Es deutete sich aber immer mehr an, dass wir „Nachrücker“ sein würden und so ergab es sich, dass unsere U 21 zur WM nach Budapest reisen durfte. Ohne einen Euro im Budget geplant zu haben! Wir haben es trotzdem geschafft, weil wir von jeder anderen Budgetposition so viele Einsparungen hatten, dass nicht nur der Trainingsbetrieb, sondern auch Flug und Hotel in Budapest gesichert waren. Über das sportliche Abschneiden sollten wir für 2018 das „Mäntelchen des Schweigens“ hüllen: der 11. und letzte Platz mit Niederlagen u.a. gegen die Türkei und China kann nicht unser Anspruch sein. Das kann nur besser werden. Dennoch ist dem Team zu danken. In 2018 neu formiert, legten sich mächtig ins Zeug: Sven Müller und Jan de Jager (Trainer), Lina Geue (Physio), Lea Sander (Teammanager Vorbereitung) und Lisa Schüller (Teammanager in Budapest). Danke Team.

A-Team

Jagt hier eine Sensation die nächste? Nach der WM in Belgien 2015 (Platz 6) und der EM Dordrecht 2016 (Platz 5) schwebten wir 2017 bei den WorldGames in Wroclaw mit Platz 4 schon auf Wolken. Wir wollten bei der EM in Friesland Bronze erreichen, um auf der Leiter eine Sprosse höher zu klimmen…. ….und siegten gegen Portugal im Auftaktspiel mit 17:16. Schwer genug, aber soweit, so gut. Als aber der „historische“ Sieg gegen Belgien mit einem 20:18 „dingfest“ war, hatten wir die Sensation geschafft: Noch nie gewann bei einer EM ein deutsches Team gegen Belgien. Von Applaus, Schulterklopfen und Gratulationen aller Art bis zu einem „Ich war Zeuge von diesem historischen Spiel“ (Jan Sjardijn, EM-Jury, zu mir) war Alles vorhanden, was möglich war. Der Sieg über Tschechien (21:16) brachte uns als Gruppenerster in das „leichtere“ Viertelfinale gegen Ungarn, das aber gar nicht so leicht war. Der 20:17 Sieg jedenfalls war hart erkämpft und führte uns in das Halbfinale, wieder gegen Portugal. Hinter schrieb ich über dieses Halbfinale: „Wir haben POR aus der Halle gefegt“, oder wie sollte man den 20:10-Sieg besser beschreiben? Wir standen – nie zuvor – in einem EM-Finale, verloren gegen den Titelverteidiger und wurden mit „Silber“ dekoriert. „Vize-Europameister“ wollten wir gar nicht werden…. nehmen den Titel aber gerne an. Und daher ist meine Silbermedaille in diesem Jahr auch an meinem Weihnachtsbaum (Foto).
Mit Wilco van den Bos als neuen Bundestrainer hatten wir also in diesem Jahr alles richtig gemacht. Henning Peuters als Assistenztrainer (und Bundestrainerkoordinatior) zusammen mit den (nun seit 10 Jahren im Amt befindlichen) Physios Tobias Kehlenbach und Dominik Werthmann und mir als TM bilden eine Team, dass ziemlich gut arbeitet. Danke Männer für diesen Job.
Zu danken ist auch dem Team, und ich schließe in dieser Betrachtung alle Nationalspieler ein. Der Aufwand im Laufe eines Jahres ist enorm. Nicht nur (beim A-Team) die 20 Trainingseinheiten im Jahr, sondern auch die Aufwände beim Pfingst-Trainingscamp mit dem Dreikampf GER-POL-CZE in Wroclaw oder die Testspiele in den Niederlande (bei denen das Team immer erst um Mitternacht zurück nach Hause kam) erfordern enormes Durchhaltevermögen, einen intakten Willen und eine mental einwandfreie Einstellung zu der Aufgabe und er Ehre, mit einem Trikot aufzulaufen, auf dem der Bundesadler strahlt. Diese Einstellung ist äußerst intakt. Danke dafür.

Und die Vereinsteams?

Sind auf der Erfolgsleiter ganz oben angelangt. SG Pegasus erreichte beim IKF EuroCup 2018 mit einem 22:19-Sieg gegen Benfica Lissabon/POR den dritten Platz. Adler Rauxel gar gewann als erstes deutsches Team den IKF EuropaShield in Lissabon mit einem Finalsieg über KC Bec/ENG (16:13) und holte „das Brett“ (den Shield) erstmals nach Deutschland.
Werfen wir an dieser Stelle schon mal den Blick nach vorne:

2019 starten wir:

19.-21.04.2019U19-WM in Friesland/NED
29.-30.06.2019U17 WC in Eindhoven/NED
05.-09.07.2019U15-EM in Ungarn
01-10-08.2019A-Team-WM in Durban/Südafrika
15.-19.10.2019U21-EM in Prostejov/Tschechien
Ob wir an der Beach-EM in Bonson/Frankreich teilnehmen, ist noch nicht entschieden.

Und fast vor dem Ende dieser Chronologie…

…. ist all denen zu danken, die nicht immer in der ersten Reihe stehen. Eltern, die Jugendliche zu Trainingseinheiten und Turnieren fahren… …Schiedsrichtern und Zeitnehmern… …dem Förderverein, ohne dessen finanzielle und administrative Unterstützung Vieles nicht möglich wäre. Danke Anne und Fabian, Superjob…. …den Hallen-„kümmerern“. Brauchst du eine Halle in Köln? Thorsten Strietzel hilft immer. Brauchst du eine Halle in Wesseling? Lutz Müller hilft immer…und viele andere. Danke.

Die Ligen?

laufen und laufen und laufen…. Danke an Alle, die dabei waren und sind. Besonders den „Motoren“ Jan Weber-Winkels, Julian Peekhaus und den Staffelleitern Edgar Draber und Klaus Demuth.
PS: Der deutsche JugendCup war wieder grandios, danke GW Castrop-Rauxel. Und: den Deutschen JugendShield (Premiere in 2018) fand ich ebenfalls gut. Danke, A-Team für die Ausrichtung.
Das digitale Passwesen haben wir „im Griff“. Danke an die Akteure, die das bisher in die Hand genommen haben. Wir sind kurz vor dem Ziel.
Und dann kommt man in der Betrachtung des Zurückliegenden und dem, was vor uns liegt nicht umhin, nicht nur einzelnen zu danken, sondern Allen, die gesamthaft mitgewirkt haben, auch wenn ich sie hier nicht namentlich nennen konnte.
Danke, frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2019 vom TK Korfball.
Jochen Schittkowski, Bereich Leistungssport